Donnerstag, 20. Januar 2011

Tracks Magazin Vol. I

So, hab mir wieder mal was vorgenommen, mal schauen wie es ausgeht.
Mein eigenes, kleines Musikmagazin ist endlich Tatsache. Mal schauen, ob ich das nächstens dann auch wirklich On Air bringe, bis dahin ist es noch eine reine Online-Sache.

Trotzdem, es lohnt sich bereits jetzt, reinzuhören. Tolle Musik, einige Perlen und viele neue Entdeckungen, gemischt mit alten Helden. Hörts euch an, lasst es Euch schmecken!


 Tracks - Das Magazin für Alternative Musik by Dominique Marcel Iten

Und für die Facebook-Leute unter Euch: Werdet ein Fan!

Montag, 3. Januar 2011

Das Gaga-Jahrzehnt der Unterhaltungsbranche


Von Dominique Marcel Iten
Erinnern Sie sich noch an Ihr erstes Mal Big Brother? Damals, als Jan de Mol mit seinem «Skandalformat» das Deutsche Fernsehen eroberte? Erinnern Sie sich an den Hype um eine Sendung, welche als „so real wie das Leben“ angepriesen wurde? Menschen in einem Container, welche rund um die Uhr  Alltagstratsch und Smalltalk austauschten, während Millionen von Zuschauern gerade darin einen besonderen Sinn sehen wollten?

Big Brother ging dieses Jahr in Deutschland nach zehn Staffeln endgültig zu Ende. So richtig interessiert hat das niemanden mehr. War der Aufschrei zu Beginn noch gross, die Angst um den totalen Verlust menschlicher Würde und Privatsphäre immens, so war die letzte Ausgabe ein Sinnbild der modernen Unterhaltungsindustrie. Viel Blödsinn, Porno und B-Prominenz von dadaistischer Intellektualität.

Porno ist das Stichwort der ach so aufgeklärten Welt des neuen Jahrtausends. «Sex sells», das wussten die Marketingstrategen schon immer. Und nach dem gleichen Motto wie Hollywood heute erfolgreiche Filme in zahllosen Fortsetzungen verwurstelt, nämlich „höher, schneller, weiter“, so wurde auch der Sex zum universalen Verständigungsbild einer ganzen Gesellschaft.

Noch nie lagen Sinn und Unsinn in unserer Gesellschaft so nahe beieinander wie im Jahr 2010. Gut, wer jetzt laut «Hitler? Kreuzzüge? ...Anyone?» schreit, hat da auch einen gewissen Punkt. Doch selten wurde dieses Bild von einer ganzen Gesellschaft so stark geprägt und mitgetragen. Eine Gesellschaft, welche Personen berühmt macht, die eigentlich gar nichts können, ausser eben, bekannt zu sein. B-Promis und (wenige) A-Promis, welche auf roten Teppichen ihre gestählten und teils generalüberholten Körper bedingungslos und ohne Scham der ganzen Welt für ein bisschen Aufmerksamkeit präsentieren. Hier ein bisschen  mehr Nippel, da ein bisschen weniger Höschen und frei ist der Weg in die Klatschspalten der Trendhefte und Gratiszeitungen. Und obwohl gefühlt jeder verneint, diese zu lesen, sprechen dann doch alle davon.
Schlussendlich geht es auch nicht mehr darum, was man kann. Publicity, egal ob gut oder schlecht ist das primäre Ziel eines jeden Stars und Sternchens.
Davor machen selbst die ganz Grossen nicht Halt. Präsentierte sich Britney Spears zu Beginn dieses Jahrzehnts noch als braves, jungfräuliches Mädchen von Nebenan, geizt auch sie heute nicht mit Reizen – und das mit der Jungfrau ging auch bald vergessen. Ihre Kolleginnen tun es ihr gleich und zwängen sich in immer engere und ausgefallenere Kostüme, sprechen von Reife und Veränderung, während sie sich für den Playboy ausziehen und das Ganze als «Erwachsen werden» bezeichnen. Ein kleiner Trost: Zumindest der männliche Teil der Gesellschaft nimmt ihnen letzteres nur begrenzt übel. Leistung und Produkt zählen immer weniger, Image, Aufmerksamkeit und Aussehen sind die Grundpfeiler einer jeden Karriere, ob diese nun auf einer aussergewöhnlichen Fähigkeit oder reiner Selbstinszenierung basiert.

Diese neu zelebrierte Oberflächlichkeit beherrschte auch zahlreiche Produktionen grosser Medienunternehmungen. Der zeitreisende MTV-Fan aus dem Jahre 2000 wird sich mit der heutigen Version seines erklärten Lieblingssenders nur schwer anfreunden können. Damals starteten gerade erste Reality-Formate wie «The Real World» oder «Jackass», welche immerhin noch den frechen Geist des einst revolutionären Musiksenders atmeten. Zu jener Zeit betrug der Musikanteil noch satte 80%. Im Vergleich dazu gibt man sich heute schon mit unter 60% zufrieden. Die Reality-Shows regieren das Programm, ob da alte, in der Anonymität versunkene Stars von Gestern, in der dritten Auflage ein junges Küken als Frau suchen, oder sich junge Männer für lukrative Preise gegenseitig in die Weichteile treten lassen. Keiner will mehr Musik, und wenn, dann doch bitte im Klingeltonformat, direkt downloadbar. Man tut alles, um die zumeist (zumeist) minderjährige Kundschaft bei Stange zu halten. Reality-Formate sind dabei ein einfacher und vor allem billig zu produzierender Weg.

Dem Reality-Format begegnet der Konsument aber nicht nur auf MTV, sondern auf zahlreichen anderen Sendern, allen voran der Gaga-Hochburg RTL II. Jüngst noch die Programmleiterin entlassen, um «Qualität zurück ins Programm zu bringen», geht die sinnfreie Unterhaltung jedoch auch unter neuer Führung munter und unverändert weiter. Da werden Frauen getauscht, einem «Messie» wird Ordnung beigebracht und dank «Raus aus den Schulden» weiss jeder Harz 4-Empfänger, wie er sein Geld nun verwaltet. Dass er sich dabei besser um Arbeit statt um Fernsehprogramme kümmern sollte, wird aber nirgends behandelt.   


Bezeichnend für dieses Gagatum nennt sich der aktuell grösste Musikstar der Welt Lady Gaga, kleidet sich in extravagante Fleischoutfits und füttert die Presse mit Sätzen wie: «Ich habe einen Penis». Zugegeben, vieles davon ist  Provokation der Provokation wegen, doch beängstigend ist, wie erstaunlich gut dieses Schema heute funktioniert. Gepaart mit viel nackter Haut, harmlosen aber eingängigen  Liedern und einer mächtigen Promomaschinerie im Rücken ist der Erfolg genau so sicher wie jener einer neuen Beatles-Platte in den späten 60ern. Eine Epoche mit eigenem Stil und einer eigenen kulturellen Identität.

Ein Umstand, welcher den 00er Jahren etwas abgeht. Natürlich, es gab in diesem Jahrzehnt auch viel Gutes. Regisseure wie Christopher Nolan, Marc Foster oder Peter Jackson zeigten uns, dass man sich nicht sklavisch an die Regeln des Mainstream-Kinos halten muss, um erfolgreich zu sein. Die Qualität amerikanischer Serien war nie höher, denkt man nur an Formate wie Dexter, Breaking Bad oder Mad Men, welche sich in Punkto Tiefgründigkeit mit manchem Roman messen können. Und auch musikalisch war viel zu finden. Nur werden wir eine amerikanische Metal Band wie Tool, welche weltweit Millionen Tonträger verkauft, wohl kaum in kommenden „Die Hits der 00er Jahre“ –Sendung eines Sat1 oder RTL antreffen. Da spielt man doch viel lieber Hurts. Die klingen zwar wie aus den 80ern, tun aber niemandem weh und werden im Radio auch nicht weggeklickt. Die Werbekunden sagen danke.

Die Werbeindustrie ist es dann auch, welche sich noch am ehesten auf alte Tugenden und Qualität beruft, geht es hier auch nicht primär um Unterhaltung, obschon in den letzten zehn Jahren mehr Geld für Stars in Werbungen ausgegeben wurde, als je zuvor. Und diese schiessen wie Pilze aus dem Boden, seien es grosse Filmstars, Castingshow Gewinner oder Youtube-Starlets. Wie viele von ihnen wir in zehn Jahren noch kennen werden? Vielleicht jeden Zehnten. Vielleicht auch weniger. Oder erinnern sie sich noch an den Gewinner der ersten Big Brother Staffel? 

Gutes Neues

Den Song zwar noch im alten Jahr entdeckt, lässt mich aber seither nicht mehr los.
Und die Vorfreude wächst...

Donnerstag, 4. November 2010

Den Medien den Spiegel vorhalten

Es "Imhoft" auf der Medienspiegel Seite von Martin Hitz. Das ist unterhaltsam und spannend wie immer.
Gerade in der heutigen Medienwelt ist eine umfassende Sicht von vielen Seiten immer wichtiger...und oft auch amüsanter.
Ein Besuch lohnt sich.

www.medienspiegel.ch

Doublespeak

Seit einer Weile schon ist es ruhiger geworden um Pure Soundart. Aber keine Angst...wir haben dort noch einen zünftigen Knaller für euch bereit!

Spannend wird die kommende Zeit vor allem für mich mit einer musikalischen Doppelbelastung. Doppelte Studioarbeit sozusagen.

Während wir mit Pure Soundart neues entwerfen, werde ich gleichzeitig bereits fertiges endgültig vollenden. "The Sinner & The Saint" ist ein Projekt, welches mir schon lange im Kopf umherschwirrt, und ich freue mich darauf, das über die Jahre angesammelte Material endlich auf einer Platte zu konservieren.
Nur noch wenige Monate, dann ist es auch dort soweit...ich freue mich auf eine strenge, aber lustige  Zeit.

Übrigens: Wer noch keine Doppel Vinyl LP von "Bye Bye Beauty" bei sich zu Hause stehen hat, der soll jetzt möglichst schnell zugreiffen. Die Auflage ist limitiert und es gibt nur noch wenige Stücke. Einfach eine Mail an merch@puresoundart.ch und die Platte ist wenige Tage später bei Euch im Briefkasten.

Machts Gut und lasst es krachen!

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Let's hit the city

Weils so schön ist und es eigentlich niemanden gibt, der Mark Lanegan nicht gut findet, hier einer seiner besten Songs auf Solopfaden.

Für die, welche nicht wissen, wer der gute Mark ist, soll sich mal die Screaming Trees oder Gutter Twins anhören. Lohnt sich!

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Weekend Phantom - Tanzbar, eingängig und packend

Sie spielen am 16. November im Vorprogramm von Paul Smith, dem Sänger von Maximo Park. Und das ist auch gut so, denn die junge Luzerner Band beweist mit ihren unglaublich eingängigen und spannenden Songs, dass sie die Bühne problemlos mit "den Grossen" teilen können.

Weekend Phantom aus Luzern sind mein Schweizer Musik Tipp der Woche. Und ihr gleichnamiger Song wird auch Euch einige Stunden nicht mehr aus dem Kopf.

Enjoy!

Myspace Seite der Band

 

Kennen Sie "Buch"?

Und hier noch mein Beitrag zur Frankfurter Buchmesse. Ein wenig spät, aber besser als nie. Vor allem, weil das hier gut ist!

Death Of The Enlightened Amateur

Conrad Keely ist vor allem Bekannt als Kopf der Texaner Kravallexperten "...And You  Will Know Us By The Trail Of Dead".

Ihr weltweit gefeiertes Meisterwerk Worlds Apart liegt nun schon eine Weile zurück (2005), hat aber nichts von seiner Relevanz in der modernen Rockmusik verloren. Viel spannender noch ist jenes Essay Keely's, welches er kurz vor Veröffentlichung der Platte über die imaginäre Trail Of Dead University publizierte. Damals schon grossartig, hat es auch heute nichts von seiner Bissigkeit verloren. Hier das komplette Essay zum nachlesen.


Death of the Enlightened Amateur 

A Brief Summary of Key Developments in Western Music 

by Conrad Keely 

When one takes the time to step back from the extraneous noise of modern radio music and ask the question as to where it is all leading to, one might get the sense of hundreds of thousands of tiny arteries speeding away from a distant central vein. The trends of current European dance music are such that genres seem to crop up faster than we are capable of finding names for them. And yet one might also get a sense that these tiny sub-genres we have created really sound more alike than different, at least to the unaccustomed ear (and that would mean most of us). Have we come to a point where naming each variation is more important than recognizing the theme? Indeed, what is the steam driving the engine that is churning out the myriad of variations, and could they fundamentally be based at all upon the machination of technology with which we created them? In the end, many modern thinkers (so-called because false modesty prevents them from calling themselves philosophers) wonder if we have become a society that creates technology faster than it can learn to use it, whose ability to offer the average consumer choices has far outpaced the consumer's capacity for judgment and taste. We are now more than ever gadget collectors, but long gone is the age of the enlightened amateur. 

In order that we may appreciate this growing sense of rapid and disorienting change which is inherent in current Western music it may help to form a basic understanding of what developments, both technological and ideological, have caused it to reach this fragmented point. Western music for the last thousand years has been marked by constant stylistic change. Unlike the classical forms of other world cultures and civilizations whose emphasis is often placed upon stasis, ritual and rigid traditionalism, Western music has had as its motivating force the idea of progress and development which appears to have run concurrently to great cumulative leaps in technological development. Nowhere can this be seen better illustrated than the 20th century itself. Would it not therefore be possible to postulate that modern music will continue to evolve along with and at the same rate as modern technology, and that our current tastes will change and fragment as rapidly as our computer processors improve in speed and their hard drives increase in size? To get a sense of these changes, let us take a brief tour through this technological history, and for those of you who are unfamiliar with music history we shall start with a simple definition. 

Music has been defined as sound organized through time (one might write the equation M=st). Records of Western music before the high-middle ages is unfortunately a scant one; only forty or so fragments of music still exist from that time period spanning thousands of years which we call the Ancient world, the oldest known of these being a fragment of a chorus from Orestes by the Greek playwright Euripides (who apparently not only wrote and directed his plays but composed the choruses as well). To our ears this disjointed, rather oriental-sounding work of monophony might seem a little tuneless, but it is important to keep in mind that at this point "tune" had not yet been invented, and our modern harmonic understanding would be many centuries in the making (as we shall see). However the basic Greek musical ideal would steer European music on its course for centuries to come. Consider our tonal modes, Aolean, Phrygian, Mixolydian, etc., which still bear the names of their Greek origin; or even our word for music, deriving from the Greek muses, those nine goddesses who gave mankind divine creative inspiration. But more importantly the concepts that all music stemmed from the work of a greater divinity, that it illustrated a cosmic harmony capable of being understood through science and geometry, and that it had at its root a higher mathematical as well as spiritual significance, these ideals would not only set the basis for music's role in the early Christian church, but in Western society itself. 

Arguably the most valuable development of this time was made by Pythagoras, the famed mathematician who was him-self not a musician. Pythagoras is accredited with single-handedly inventing music theory when he discovered the correlation between mathematical ratios and harmonic intervals. It is said that upon his hearing a blacksmith working with different weighted hammers which created tones of related harmonic intervals he began experimenting with weights and strings to make this remarkable discovery- the division of a string by exactly half will create the interval of an octave; by one third will create the interval we know as a perfect fifth (from C to G); and by one fourth, the interval known as a fourth (from C to F). One might consider that by this observation music, like mathematics, is a universal absolute, in which case advanced aliens would have already discovered rock and roll long before having discovered Earth. 

It is during the Dark Ages that we in the West begin to develop methods of writing (and thus recording) music. These monophonic plain-chants of the early Christian church (commonly known as Gregorian chant in honor of Pope Gregory I (540-604 C.E.) who standardized the Church's liturgical procedures), like the technology of the Dark Ages, was slow to develop and had in common with other world music at this time the fact that it was tied fundamentally to religious practice. However the changing climates in Europe during the High middle ages that would eventually see great rises in population and the formation of cities also helped to influence the rise of secular music. Composers such as Leonin (1159-1201) of the Ars Antiqua in Paris, incidentally the first composer's name we have on written music, began advantage of these changes in attitudes to free themselves from the constraints of church music. These early Renaissance composers began develop polyphony, works of two or more melodic lines, to open up a new musical palate. It was in calculating the relationships of adjacent intervals of these melodies that Western composers begin to develop the idea of harmony. This wonderful double-edged sword would actually yield two fruit, for by creating the idea of harmony, one must also acknowledge dissonance, which would become an extremely effective tool in the modern era of static and traffic. It would still be several hundred years and many developments later, however, before the rules for this would eventually be worked out, and the troubadours of this time would suffice to sing their madrigals ignorant of it. 

It is to the unlikely role of the Protestant Reformation that we arguably owe the emergence of Pop Music. Martin Luther, a man of great religious conviction, was also a great lover of music who, far from being the repressed Protestant preacher we might associate with Footloose, believed that music was meant to taken out of the choir-boy pews and be sung by the entire congregation. This led to the development of the Protestant hymn, an easily-learned, melodic song which could be taken up by just about anybody with a voice and a hymnal. Along with great advances in harmonic theory the stage was set for the Baroque era, which many people see as the starting point of Western Classical music. It should also be remembered that the development of the printing press in the mid-1400s by Johannes Gutenberg further helped to spread written music throughout Europe. One also cannot say enough (in half of an extremely inadequate paragraph) about the development of opera in 1600. It is this sublime Italian combination of dramatic text (libretto) set to music, originally conceived, incidentally, with the help of Vincenzo Galilei, father of famed astronomer Galileo, as a revitalization of the Greek ideal of music accompanying theatre, that would greatly define the pinnacle of Western music from that time on. Although pages could be written about opera's influence on our perception of entertainment itself, the music video, Broadway (and Hollywood) musicals, the arena-rock concert and the Superbowl half-time show are only a few examples of its lasting influence upon our popular culture. 

We now come to two key developments whose evolutions are so closely interconnected so as to be almost inseparable, and whose dissemination in our culture is so complete that it necessitates pointing out for people to even notice them- the invention of the piano forte and Even Musical Temperament. For those musically illiterate among you, allow yourself time to breathe but let it be one of relief rather than dread for these topics are not nearly as daunting as they might sound. 

Up until this point the favored instrument of composition had been the harpsichord, a plucked instrument incapable of any dynamic gradation, either you were loud, or you were soft. In 1709 an Italian in the employment of Ferdinando de Medici named Bartolomeo Cristofori drew up plans for what he simply called gravicembalo col piano e forte, or the "big harpsichord with soft and loud" (our modern word for piano simply means soft), an instrument whose strings were struck by a balanced hammer mechanism rather than a plucked by a plectrum. The gradients in dynamic expressivity afforded by this allowed composers to write works of an emotional content hitherto unimagined, and consequently ushered in the Classical period. This new-found emphasis on musical expressivity would eventually lead to Beethoven and the Romantic era, a period in which music (and art) finally began to be seen as acts of personal expression rather than ones of religious devotion or duty to a head of state. The idea of music as self-expression is so permeating an ideal of our modern culture that it is difficult to think of it as anything else, however you might say we have Crostofori's big harpsichord to thank for this. 

By comparison the solution of musical temperament has often taken the backseat alongside such grandiose developments as opera and the piano-forte, perhaps rightly so as it continues to be an on-going argument to this day. That our modern tuning system is actually "out of tune" is not apparent to the average listener. Unfortunately, like finally seeing the animal-shape in an abstract computer-generated pattern, once you've noticed it you will always notice it. Simply put, sometime in the mid-1800s it was decided to make the intervals between notes on the piano of a perfectly even from one another - a C# would be perfectly in-between C and D. That this so completely obvious to a modern musician is an illustration of how much we've embraced this idea. However prior to this even-tuning, or Even-Temperament as it is known, a piano was restricted to playing in certain keys, mainly keys such as C with little or no accidentals. Transpose a piece to, say, the key of B and you were in for some discordant trouble. To understand the reason for this would take more explaining and mathematical diagrams than I have time for, but suffice it to say the tuning method invented by Pythagoras was not as divinely perfect as we had hoped. To compensate for this it was decided to tune all the notes on a piano except for the octave a little out of tune, but not out of tune enough for the general public to notice. The result was our new-found ability to play fearlessly in any key, and lo! we have jazz. But at what price? Well it may be too early to say, but it has been postulated that we children of the modern age are so used to hearing music out of tune that we simply no longer take true pitches into our consideration, and have perhaps lost one of the great beauties of harmonic balance for eternity. And listening to modern rock radio would certainly attest to that. 

To summarize the many stages of development which led to our modern era in so brief a space is next to impossible. We miss out on the perfection of the valve system for horns and winds, the evolution of the lute into the guitar, the development of the musical virtuoso, and subsequently the sonata form; even the invention of the saxophone. But it is necessary to skip all these wonderful details in order to focus on one single great development which perhaps signaled beginning of the end of pure music- the invention of recorded music. It is perhaps more than anything our ability to not have to leave our beds, let alone our chairs or living rooms in order to hear music or have it played for us that has led to our current level of ambiguity and disaffectedness as listeners. Before the phonograph there were concerts, and then there was the amateur- that person who didn't have to be great at what they did, but did it because they loved it. Could you even imagine that in order to hear your favorite Beatles song you would have to go to a piano and play it? No, because to our modern minds the artist and their recording is inseparable. If you hear someone playing Hey Jude in a piano bar, you're not really hearing Hey Jude! No, you would have to hear played back that noise-shadow imprinted onto plastic by George Martin of the Beatles performing Hey Jude in 1969 at Abbey Road studios- that is Hey Jude. Anything else is simply an inept cover, even if it were the Beatles covering it themselves! 

This association of music with a recording rather than a live performance, along with the loss of the average listener to be capable of playing the music they want to listen to and the absence of a piano in every average middle-class household, is probably the most defining aspect of our less-than-definitive musical age. No, it is not the atrocious-sounding electric guitar, no it isn't those annoying drum machines, no, not those synthesizers that are impossible to comprehend or even those computers you see everywhere these days. Rather, the demise of our need to work for music, to have a certain affinity to it, whether it be seeing it performed for us by apt musicians or listening to a family member reading it out of a song book, which makes us the consummate insatiable consumer and gives way our need for more and more choice and diversity. Like a glutton who has overstuffed themselves past the point which their stomach-linings have bloated outward, so our musical-ears are overstuffed with variations without ever paying attention to theme, obsessed with consumption without any focus on merit. And we will continue to break off chunks of the pure form and dilute it with any whim available simply because it is available, for there is no longer any actual activity associated with our ability to appreciate. 

There is only one last major development to mention, and I'm sure that for those stalwart defenders of rock music it is the only one worthy of consideration - electric instruments. Whether this is actually a development or simply a conclusion we may be too close inside to actually determine. As we are speaking of something concurrent to the present, when everyone who owns a Macintosh has a virtual recording studio and the idea of an Enlightened Amateur may slowly be being resurrected, we cannot perceive it with objectivity or purity of understanding and so are best leaving that to our grandchildren. 


Conrad Keely plays with a band called ...And You Will Know Us By The Trail Of Dead. 

Dienstag, 22. Juni 2010

Lasst die Wölfe los

In "True Blood" gibts seit neustem auch Werwölfe. TV on the Radio hatten schon länger welche. Einer der besten Sogs der letzten zehn Jahre. 

TV On The Radio - Wolf Like Me

Freitag, 8. Januar 2010

Schandmaul – Ein Dankeschön an einen treuen Begleiter

Ich glaube es war so um 2001, als ich mit meinen Freunden gerade eine Runde „Die Siedler von Catan“ spielte. So ziemlich DIE Wochenendbeschäftigung unserer Clique zu der Zeit.
Eines Abend zeigte mir ein Freund einen Song, welche er in einem Metalzine entdeckt hatte. Das Instrumental „Sturmnacht“ der deutschen Band Schandmaul.
Und Zack, der Mittelalter Folkrock hatte mich erwischt.
Als wir uns nur kurze Zeit später für das Rollenspiel „Dungeons & Dragons“ zu begeistern begannen, waren Schandmaul unser ständiger Begleiter in jeder Schlacht, jedem Abenteuer, jedem Diebstahl oder was wir sonst auch in unserer Fantasiewelt so trieben.

Schandmaul als Band lernte ich dann 2003 auf der „Pech und Schwefel“ Tour endlich auch live kennen...und war begeistert. So etwas hatte ich wahrlich noch nie gesehen. Das war kein Rockkonzert mehr, das war eine einzig grosse Party. Da wurden Trinkhörner herumgereicht, Trinkgesänge gehalten, mit der Band Laola Wellen geschwungen und mit unbekannten, in heisse Korsetts gekleideten Mädchen Flüssigkeiten ausgetauscht.
Und das alles im wohl schmuddeligsten, dreckigsten, lärmigsten Club der Schweiz: Dem wunderbaren Z7 in Pratteln, CH.

2008 war es, als ich Jahre und einige Schandmaul Shows später zusammen mit einem jener guten Freunde von früher sehr spontan nach München fuhr, um die grosse Jubiläumsshow der Band zu sehen. 3 Stunden Schandmaul, etwa 7000 Leute. Kein Vergleich mehr zu der kleinen Band, die damals im Z7 vor gerade mal 250 Leuten hüpfte, tanzte und sich die Seele aus dem Leib spielte.
Trotz allem, in München bot sich kein anderes Bild. Anstelle von 250 tanzten nun 7000 und die Band war trotz der riesigen Bühne so nahe beim Publikum, wie es wohl keine andere Stadionband je sein wird.

Schandmaul ist ein Lebensgefühl, eine Band mit wunderschönen Texten und Melodien, bestehend aus versierten Musikern, die eigentlich einfach nur Spass haben wollen.
Nach all den Jahren höre ich Schandmaul nicht mehr ganz so oft wie früher...und doch verbinde ich unzählige Erinnerungen mit einer Band, welche eigentlich so ganz und gar nicht in das Musikspektrum passt, in welchem ich mich bewege.
Schandmaul sind seit Jahren ein treuer Begleiter und ich hoffe, dass ich auch in den kommenden Jahren wieder auf diese Band zählen und mit ihnen abtanzen darf.
Und dafür sage ich danke.

Freitag, 11. Dezember 2009

Lasst Köpfe rollen

Rechtzeitig zum Ende des Jahres habe ich noch eine wunderbare Band entdeckt. Gibt nicht viel zu sagen, hört einfach hin. Der Song ist unglaublich...und ein Album, das nicht Prog sein will, und doch stetig von ihm umschlichen wird. Wahnsinn!

Donnerstag, 10. Dezember 2009

"The best looking video" der 00er Jahre

Auch wenn viele behaupten, die 00er Jahre wären musikalisch keine Offenbahrung gewesen: Es gab auch in den letzten 10 Jahren musikalische Höhepunkte. Diese suchte man bei einer der wichtigsten Instanzen der Musikindustrie jedoch vergebens: MTV.
Der (ehemalige) Musiksender hat sich zur Handywerbung/Reality-TV/Sitcom Plattform gewandelt und mit Musik nur noch wenig am Hut (und wenn, dann erst in der Nacht oder an den eigenen Award Shows).
Trotz des Rückgangs gab es auch in dieser Dekade grossartige Videos. Nicht das grossartigste, dafür jenes, das am besten aussieht, stammt von den Britrockern Kasabian. Shoot the runner ist schlicht eine geile Single...

Dienstag, 8. Dezember 2009

LOST - oder wie eine Serie "de Rank" wiederfand

Die Mystery-Serie LOST geht bald in die finale Runde. Die wiedererstarkte Serie konnte zuletzt überzeugen.
Rückblickend ist es jetzt irgendwie schade, dass die sechste Staffel von LOST gleichzeitig auch die Letzte sein wird. Denn in der vorangegangenen fünften Staffel ist den Machern der Serie etwas gelungen, was niemand mehr erwartet hatte. Nach einer eher verhaltenen und verhältnismässig langweiligen vierten Staffel schafften J.J. Abrahms und sein Autorenteam den „Turnaround“ und brillierten mit einer unglaublich spannenden und begeisternden fünften Staffel, welche beinahe die stärkste, nämlich Nummer 2, getoppt hätte.

Viele sagen, dass Lost mit dem Ende der ersten Staffel hätte aufhören sollen. Ich übrigens auch. Doch die zweite Season überraschte. Die Geschichte der 'Anderen' war unheimlich spannend. Und nebenbei wurde auch noch die interessanteste Figur neben John Locke eingeführt: Ben Linus.
Dieses Figurengespann dominierte dann auch Staffeln Nummer 3 und 4, was auf Kosten des restlichen Casts ging und sich vor allem in der aufgrund des Autorenstreiks nur 14 Folgen kurzen 4. Staffel negativ bemerkbar machte.

Das Zurückfinden zu alten Stärken ist für die Fans ein grosses Glück. Gleichzeitig rückt mit dem nahenden Start der letzten Staffel aber auch die Wehmut ein kleines Stückchen näher.
Was dann, wenn alle Rätsel gelöst, die Antworten gefunden sind? Die ganze Geschichte endlichen einen Sinn ergibt (obschon das bei Lost eher relativ ist).
Was auch immer die sechste und letzte Staffel bringen wird, die gute fünfte lässt mich positiv auf das Finale blicken.
Und insgeheim darauf hoffen, dass nicht ganz alle Rätsel gelöst werden...

Sturm und Drang


Seine ersten Auftritte spielte Piers Faccini in den Strassen von London und Paris. Der Sohn eines Brite und einer Italienerin ist spielt facettenreichen Folk mit zahlreichen Querverweisen. Trotz ihrer Schwere wirken die Songs nie erdrückend, sondern federleicht und weltumarmend. Songs wie 'A Storm Is Going To Come" zeigen, dass das Leise/Laut-Schema auch im Folk funktioniert. Ein Song, funkelnd wie ein kleiner Diamant.

Piers Faccini - A Storm Is Going To Come

Montag, 7. Dezember 2009

Höllische Bläser

AC/DC mit Bläsern. Geht nicht?
Dann am besten die folgenden 6 Minuten anhören.

The Dandy Warhols - Hells Bells


Das neue Tages Anzeiger Layout oder die verpasste Chance!

Seit einigen Wochen präsentiert sich der Tages Anzeiger in seinem neuen Layout. Dabei ging man beim TAGI auf Nummer sicher - Vielleicht zu sehr.
Wie man sich innovativ gegen den Rückgang der Printmedien hätte wehren können, zeigte ein junges Schweizer Grafikerteam

Schlussendlich war es ein logischer Sieger. Mit Tom Menzi gewann mit dem ehemaligen Art Director des Tages Anzeigers ein Mann, der die Stärken und Schwächen der Zeitung genau kennt.
So ist das neue Layout, welches der aus Zürich stammende Menzi zusammen mit seinem Kollegen Daniel Stähli entworfen hatte, sinnvoll und unterstreicht die Stärken der Zeitung. Das Layout wirkt klassisch und modern zugleich und ist mit Sicherheit kein Schritt zurück.
Wohin der Weg mit ein wenig Mut aber hätte führen können, zeigten die grafischen Köpfe des Schweizer Ateliers Information Architects (oder kurz: IA).

Links in Print

Revolutionär am Konzept der IA ist das Umdenken des Printmediums an sich. Die eingesessenen Regeln der Zeitung sollen aufgebrochen werden, um ein Optimum für den Leser zu erreichen und zeitgleich den Schritt ins Online Zeitalter zu schaffen.
Ein grosser Schritt dahin sind die im Text blau markierten Keywords. Mit diesen Keywords ist es möglich, die Frontseite der Zeitung innert 20 Sekunden zu lesen, ohne die wichtigsten Informationen zu verpassen. Der Leser hat so die Möglichkeit, die Zeitung vorab zu „scannen“.
Tippt man eines dieser blauen Keywords in der Suchmaschine der Online-Ausgabe der Zeitung ein, erscheinen die relevanten Artikel in chronologischer Reihenfolge mit Querverweisen zu anderen Artikeln, Bildern oder Videos. Die Printausgabe verschmilzt so verstärkt mit der Online-Ausgabe der Zeitung.

Nutze das Printformat

Eine weitere Neuerung ist die Strukturierung der Seiten von links oben nach rechts unten. Wichtige Artikel erscheinen so links im oberen, weniger wichtige im rechten, unteren Bereich der Seite.
Das Format der Zeitung soll so bestmöglich genutzt werden. Der Text wird grösser und angenehmer zu lesen. Auch sind Grafiken und Bilder im Konzept der IA teilweise sogar Seitenübergreifend. Gemäss dem Motto: „Die Zeitung bietet Platz. Nutze ihn!“

Desillusionierte Printwelt

Das Beispiel des Tages Anzeigers zeigt jedoch, wie schwer sich die Printmedien mit einschneidenden Neuerungen und der News-Vormachtstellung des Internets tun.
Während Vorreiter wie der Spiegel auf ihrer Webseite eine umfangreiche Datenbank anbieten und auf das Internet als Infopool setzten, verbauen sich andere Printmedien mit zahlungspflichtigen Angeboten den Weg gleich selbst.
Der Ausweg liegt in der gekoppelten Koexistenz dieser beiden Medien und dem Ausbruch aus gefestigten Konventionen.
Solange sich die Printmedien gegen diese Entwicklung stemmen, wird es ihnen genau so ergehen wie der Musik- und Filmbranche in den letzten Jahren, welche vom Internet überrannt wurden und der Entwicklung hinterher hinken.
Visionäre Köpfe wie jene von IA zeigen uns, wohin die Zukunft führen könnte.
Dem Tages Anzeiger fehlte leider der Mut und der innovative Geist, diesen neuen Weg zu gehen.
Ob ihn andere in naher Zukunft gehen werden, das wird sich zeigen. 

Eigenwerbung Vol. II

Ein sehr feiner Artikel über unsere neue Platte könnt Ihr übrigens auf meinem persönlichen Lieblingsblog lesen:

78s.ch : Pure Soundart - Ausgereifter Artrock

Das neue Album ist dort übrigens auch im Soundsystem drin und kann komplett durchgehört werden. Hört es Euch ein, schreibt, was Ihr darüber denkt.

Freue mich über Lob wie auch Kritik.

In eigener Sache...

Seit vier Tagen ist die neue Platte 'Bye Bye Beauty' meiner Rockcombo Pure Soundart in den Läden erhältlich.
Zeit, einen kleinen Blick hinter die Kulissen zu werfen: In der kleinen Plattendoku "Behind The Music Of Bye Bye Beauty".
Enjoy it!


Pure Soundart - Behind The Music Of Bye Bye Beauty from Dominique Iten on Vimeo.